um meine - äh - indisponiertheit? schwäche? gar grippe?
gar nicht erst aufkeimen zu lassen, erinnerte ich des immer wirksamen rezeptes von omi.
omi war die mutter meiner rechtslastigen mama, küchenchefin des damaligen fürsten von liechtenstein, obwohl 6-fache mutter dauernd unterwegs (mein herrlicher, witziger. linker opa, bahnhofsvorsteher der öbb , machte es möglich) und selten in ihrer freizeit kochend.
aber der tote hahn, in reichlich wurzelwerk langsam gekocht, ja, der hilft.
(auf deutsch: hühnersuppe ist gut bei erkältungen)
beim verzehr der suppe dachte ich auch an grossmama, die adelige mutter meines linken vaters, die einen linken, bürgerlichen advokaten um die jahrhundertwende heiratete, ungeachtet der drohungen ihrer familie, sie zu enterben.
was eh nie geschah. nach ihrem tot waren wir nicht nur wohlhabend, sondern reich.
aber das geld war bei vater, damals linker hofrat im sozialministerium.
mutter musste und wollte vor dem kirchgang, wo sie im chor sang, zwitschernd vater umgurren und seine in ihren augen skurillen aktivitäten hinnehmen. wollte sie doch mitnaschen, mitkassieren, mit dabeisein. die gnädigste war erschöpft vom schneiden der rosen im garten, aber vater mochte sie sehr und ermahnte mich immer, die kritischen bemerkungen doch bitte zu lassen...
zwischen der internationalen und kirchenliedern stand ich, hin und her gerissen, neugierig, interessiert, fasziniert.
mein bruder tendierte zu mutter, ging in die kirche, derweilen ich mit vater...
doch das sind andere geschichten.
hühnersuppe jedenfalls hilft hervorragend bei erkältungen!
datja - 3. Mär, 21:54
MAN NEHME:
stechende bauchschmerzen,
die die verdauung beeinträchtigen,
würze mit kratzen im hals,
trockenem husten und
schmerzhaft pochenden schläfen.
fülle das ganze in eine schlafende DATJA,
streue einen miesen traum darüber
und garniere mit unkontrollierbarem
nasensekret.
beim erwachen des menschlein ergötze man
sich an dessen fassungslosigkeit und setze
mit schlechtem geschmack im mund die
noch fehlenden akzente.
PFUI DER DEIBEL !!!
datja - 3. Mär, 08:01
eigentlich wollte ich heuer eine woche an einem kärntner see verbringen.
nach den heutigen wahlen dort disponiere ich um.
mir graust.
datja - 1. Mär, 19:31
"Wir bestehen alle nur aus buntscheckigen Fetzen, die so locker und lose aneinanderhängen, dass jeder von ihnen jeden Augenblick flattert, wie er will; daher gibt es ebenso viele Unterschiede zwischen uns und uns selbst wie zwischen uns und den anderen."
Michel de Montaigne, ESSAIS, Zweites Buch, 1
datja - 27. Feb, 13:19
....
wenn frauen auch das unmöglicHe möglich machen können, so ist es doch sinnvoll, die eigenen grenzen zu kennen. beute deinen körper nicht aus, bis er zusammenbricht. lerne, anderen menschen aufgaben zu übertragen. du kannst und sollst nicht alles allein machen, und es taugt nicht, wenn einzelne frauen sich zu tode schuften. das unterstützt nur die patriarchale herrschaft, der letztlich nur erschöpfte frauen gegenüber stehen, die zwar wissen, wie sie etwas verändern wollen, aber die kraft nicht mehr dazu haben.
die eigenen grenzen zu erkennen, fördert die entwicklung von strategien und die arbeit an spirituellen wegen.
(luisa francia)
da ich sowohl lernfähig als auch -willig bin, nahm ich das heutige angebot
meiner chefin an, mit dem abbau der angesammelten überstunden beginnen zu können.
der personal-engpass ist überwunden.
:)
es gibt heute private kuscheldecke mit sofa statt nachtdienst.
selbstverständlich mit hund am rücken. ;)
nach dem gestrigen abend, der mir zeigte, wie schön es sein kann, bisher fremde menschen kennenzulernen und so ein wohlig warmes gefühl im herzen zu spüren, eine verlockende option!
das leben ist schön.
datja - 25. Feb, 10:36
wer A sagt
muss nicht B sagen
möglicherweise war A falsch
datja - 23. Feb, 07:15
...
du machst neue lernprozesse und gehst an viele verschiedene orte, um viele verschiedene neue dinge zu erfahren und zu lernen.
es ist nicht gerade eine besitzintensive zeit, dafür sammelst du erfahrungen und wissen, die du später in materie umsetzen kannst. deine lehr- und wanderjahre stehen an, egal wie alt du bist.
denk daran, dass viele frauen mit vierzig, sogar mit fünfzig ein völlig neues leben anfangen. frauen sind unbegrenzt lernfähig!
werde eine nomadin in der welt der starren gesetze und unveränderlichkeiten.
denn wenn du beweglich bist, bewegst du auch die welt.
...
na, das ist doch was! und warum soll das nicht auch für eine frau mit sechzig gelten? es spricht nichts, aber auch schon gar nichts, dagegen.
deshalb gehts mir gut.
obwohl es schweinekalt ist, leicht schneit, und auch mein sonntags-dienst bald beginnt.
die kommende woche verspricht interessant und freudvoll zu werden.
yeah.
datja - 22. Feb, 09:29
...
...
...
also fuhr ich ins tierspital und liess die hündin von kopf bis zu den pfoten untersuchen.
nach der mrt war die erklärung für ihr seltsames verhalten klar.
gehirntumor.
der arzt riet von einer operation ab.
ich liess sie weiterschlafen.
das drachenfräulein ist frei.
...
..
.
datja - 17. Feb, 11:57
vegetarische ernährung ist für mich nicht das richtige.
gesunde ernährung schon.
mangelerscheinungen und verbitterung will ich nicht kennenlernen.
das richtige mass finden, das ist angesagt.
(was ich anderen menschen rate gilt auch für mich !)
*sich an der nase nimmt*
statt frust und wut auf die hündin : einsicht und die eigenen fehler sehen.
deshalb gehe ich ab nächster woche zu einem top-trainer für problemhunde, der den besitzern den richtigen umgang lernt.
ich mache viele fehler und leben ist bekanntlich lernen.
es tut unglaublich gut menschen zu kennen, die mich lieben.
datja - 14. Feb, 11:25
gestern fasste ich einen entschluss:
ab heute lasse ich fleisch und wurst weg, frühling und sommer ernähre ich mich vegetarisch, alkohol ist auch gestrichen, süsses kommt nicht mehr in meinen mund.( nur mehr in meine ohren)
ausserdem bin ich seit gestern mitglied im fitness-center, jetzt reduziere ich meinen körperumfang.
jawohl.
ich will mit 63 jahren besser aussehen als jetzt mit 60.
das rauchen werde ich auch einschränken, das mache ich aber schon eine zeitlang. hat sich gleich am bauch gwzwigt...
das muss weg.
hoffentlich habe ich genug kraft meine vorsätze zu halten.
meine nachbarin beginnt auch mit einer diät, da können wir dann schauen wie die kilos schmelzen.
hoffentlich tut das auch der schnee bald, ich hab genug vom winter.
datja - 14. Feb, 09:02
ich traute meinen augen nicht, als ich gestern in den nachtdienst fuhr.
tiefster winter, das dorf lag da wie aus einem bilderbuch mit dicken schneehauben auf den dächern und den autos.
kein schneepflug weit und breit zu sehen, also fuhr ich mit schweissnassen händen langsam zur arbeit.
tastete nach meinem handy, oh wunder, ich hatte es dabei. sogar der akku war geladen. allgemein bekannt ist meine abneigung gegen dieses ding, erreichbar will ich auch nicht immer sein.
menschen, die scheinbar laute selbstgespräche führen über meistens völlig belangloses sind mir hochgradig suspekt.
HOCHGRADIG!
aber wenn die angst hochkriecht und menschenleere leiser berge den weg säumen beruhigt das gerät doch flatternde nerven.
ich habs aber nur gebraucht um meine kollegin zu beruhigen.
ich kam später, doch ich kam. gut. an.
datja - 11. Feb, 18:26
handeln sollte immer einen moment hinausgezögert werden.
was immer wir tun wollen oder sollen - ein wenig warten ist von vorteil.
sehr oft zieht überstürztes tun unglück nach sich.
bevor ein fax geschrieben wird, oder ein brief, oder ein mail, bevor ein vertrag unterschrieben wird, lass 50 kieselsteine durch deine hände gleiten.
Rückzug und klarheit der gedanken sind die beste lösung.
der luxus der langsamkeit macht sich bezahlt!
datja - 9. Feb, 11:23
Denk einmal nach,
...ob du dir angewöhnt hast, nutzlose Dinge zu sammeln, weil du sie, vielleicht ja eines Tages, mal brauchen könntest?
...ob du dir angewöhnt hast, Geld anzuhäufen, aber nicht auszugeben, weil du es vielleicht irgendwann in der Zukunft brauchen wirst?
...ob du dir angewöhnt hast, Kleidung, Schuhe, Möbel, Geräte und andere Haushaltsgegenstände zu lagern, obwohl du sie schon lange nicht mehr benutzt hast?
...ob du dir tief in deinem Innern angewöhnt hast, an Vorwürfen, Groll, Traurigkeit,Angst und dergleichen, festzuhalten?
Tu es nicht.
Du handelst gegen dein Wachstum!
Es ist wichtig, Raum zu schaffen, eine Lücke, um neuen Dingen zu erlauben, in dein Leben zu kommen.
Es ist wichtig, dass du alle nutzlosen Dinge in deinem Leben und in dir selbst loslässt, um Wachstum und Wohlstand annehmen zu können.
Die Kraft dieser Leere ist jene, die alle deine Wünsche aufnimmt und anzieht.
Solang du dich an alte, nutzlose Gefühle klammerst, materiell oder emotional, wird kein Raum sein für neue Möglichkeiten.
Es sind nicht die Gegenstände, die du behältst, die dein Leben stagnieren lassen.
Es ist die Einstellung zum "Behalten" an sich.
Wenn wir festhalten, sind wir im Wollen, im Mangel.
Wir glauben, dass es morgen fehlen könnte, und dass wir nicht mehr in der Lage sein werden, unsere Bedürfnisse zu stillen.
Damit werden zwei Botschaften an dein Gehirn und dein Leben gesandt:
1. Dass du dem Morgen nicht vertraust, und
2. dass du denkst, dass das Neue und Bessere nicht für dich gedacht sind.
Dinge müssen fließen.
Reinige deine Schränke, deine Garderoben, deinen Arbeitsbereich, die Garage.
Gib weg, was du nicht mehr benutzt.
Werde los, was seine Farben und seine Helligkeit verloren hat.
Lass das Neue in dein Heim kommen und in dich selbst.
Tanze
als würde dich niemand beobachten
Liebe
als wärst du niemals verletzt worden
Singe
als ob dich niemand hören könnte
Lebe
als sei der Himmel auf Erden.
datja - 6. Feb, 19:18
obwohl nebelschwaden durch den wald wabern streife ich gutgelaunt mit den hunden durchs gebüsch.
meine geldbörse mit vielen wichtigen karten, rechnungen und nicht wenig geld wurde auf der strasse gefunden und abgegeben.
(als heiterer narr merkte ich den verlust noch gar nicht !)
missis jones hat wieder einen etwas normaleren blick, der freund kuriert seinen schnupfen in seiner stadtwohnung aus und braucht meine hilfe nicht, das auto schnurrt, die heizung heizt.
deshalb verhalte ich mich ruhig und geniesse die phase des ruhigen seins.
unnötig zu erwähnen, dass ich gerade auch gut und tief schlafe.
sapperlott.
datja - 6. Feb, 09:32
in die zeit des vierten mondes fällt lichtmess, das fest der magischen einweihung.
bei den bauern ist es auch der tag, an dem knechte únd mägde ausgezahlt und für ein weiteres jahr beschäftigt - oder gekündigt werden.
es ist der tag, an dem sich zeigt, was du weisst, was du kannst.
in allen bisherigen kulturen hatten steine eine besondere bedeutung.
nicht nur edelsteine, vor allem die unscheinbaren grauen feldsteine.
ein runder stein soll seit etwa zehntausend jahren glück bringen und vor unfällen schützen - es ist gar nicht einfach, einen wirklich runden stein zu finden!
auch lochsteine wurden und werden besonders verehrt, kleine exemplare werden um den hals getragen, weil sie gegen böse träume helfen sollen.
das thema des vierten mondes ist erstarren, versteinern, die ganze kraft im augenblick sammeln.
konzentration / meditation
das tier ist der rabe.
er hat in den märchen eine wichtige funktion: er ist wissen.
die pflanze, die dem vierten mond entspricht, ist die distel.
stachlig, abweisend, und doch voller kraft und heilsubstanz.
datja - 3. Feb, 01:27
erstaunlich:
meine 12. küche ist quasi fertig.
ab nummer 9 gilt mein dank dem freund, der nur bei nummer 11 nicht selbst hand anlegte, da die wohnung in mistelbach über so etwas wie eine küche verfügte. klein, aber keinesfalls fein. ;)
die zahlreichen umzüge waren nicht geplant, mein leben auch durch zwei scheidungen turbulent, da summiert sich`s schon in 42 jahren.
interessante statistik:
5 wohnungen
3 häuser
2 wohnmobile
1 segelboot
1 gewerbliche küche in meinem lokal
2 kleine messerchen mit plastikgriffen begleiten mich nun auch schon 40 jahre, noch immer scharf, noch immer ganz.
ich war 20 jahre alt als ich sie bekam. von meinem damaligen chef, werbeleiter der zentralsparkasse.
kinder, wie die zeit vergeht!
datja - 1. Feb, 22:30
weitere fotos unter
"Datjas Fotos"
:)
datja - 31. Jan, 20:36